Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO)

Zum 1. August 2009 ist nach einer Pause von sechs Jahren die Pflicht zum Nachweis einer Ausbildereignungsprüfung wieder eingeführt worden. In der Ausbildereignungsprüfung werden die wichtigsten Kompetenzen für die Ausbilderinnen und Ausbilder festgestellt. Die erforderlichen Kompetenzen werden in vier Handlungsfeldern beschrieben, die sich am Ablauf der Ausbildung orientieren:

1.    Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen

2.    Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken

3.    Ausbildung durchführen

4.    Ausbildung abschließen

Mit der Wiedereinführung der Nachweispflicht sind die Ausbilderinnen und Ausbilder verpflichtet, eine Prüfung vor der zuständigen Stelle abzulegen. In der Ausbildereignungsprüfung müssen aus allen Handlungsfeldern praxisbezogene Aufgaben bearbeitet werden. Neben der schriftlichen Prüfung gibt es auch eine praktische Prüfung. Die umfasst entweder eine Präsentation oder die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation. Zusätzlich muss in jedem Fall ein Fachgespräch absolviert werden. Die Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung ein Zertifikat.

In der neuen Rechtsverordnung ist zudem geregelt, dass all diejenigen, die während der Aussetzung der AEVO als Ausbilderin oder Ausbilder tätig waren, auch in Zukunft von der Verpflichtung, ein Prüfungszeugnis nach der AEVO vorzulegen, befreit sind. Wichtig ist hierbei, dass die Tätigkeit als Ausbilderin oder Ausbilder der zuständigen Stelle bekannt und registriert war.

Zur Vermittlung der wichtigsten Fähigkeiten und Kompetenzen, die Ausbilderinnen und Ausbilder benötigen, und zur Vorbereitung auf die Prüfung werden entsprechende Ausbilderseminare (auch „Ausbildung der Ausbilder“ – AdA genannt) angeboten. Die Inhalte der Ausbilderseminare und Prüfungen werden in einem „Rahmenplan“ näher erläutert.

Quelle: BMBF