Ausbildungsberuf und Ausbildungsordnung

Für jeden Ausbildungsberuf in Deutschland gibt es eine Ausbildungsordnung, die verbindlich festlegt, was in dem jeweiligen Beruf gelernt werden muss. Damit haben die Ausbilderinnen und Ausbilder einen Überblick über alle Inhalte, die sie in der Ausbildung ihren Auszubildenden zu vermitteln haben. Die Ausbildungsordnung erhalten die Unternehmerinnen und Unternehmer von der für ihren Betrieb zuständigen Kammer.

Die Ausbildungsordnung soll dafür sorgen, dass alle Auszubildenden eine inhaltlich vergleichbare und fachlich gute Ausbildung erhalten – egal in welchem Betrieb sie diese Ausbildung machen. Dadurch können sie sich später überall bewerben, und die Unternehmerinnen und Unternehmer wissen genau, was die Bewerberin oder der Bewerber gelernt hat. Die Verordnung gibt den staatlich anerkannten Berufen eine grobe Struktur. Jeder Auszubildende soll möglichst alle fachlichen Grundlagen eines Berufes erlernen und dann das jeweilige Fachwissen erwerben und auch schon erste Berufserfahrungen sammeln. 

Inhalte der Ausbildungsordnung sind insbesondere:

     •      Bezeichnung des Ausbildungsberufes

     •      Dauer der Ausbildung (zwei, drei oder dreieinhalb Jahre)

     •      Fertigkeiten und Kenntnisse (Ausbildungsberufsbild)

     •      ungefähre inhaltliche und zeitliche Struktur der Ausbildung (Ausbildungsrahmenplan) und

     •      grundsätzliche Anforderungen an die Prüfung

Der Ausbildungsrahmenplan in Deutschland ist die Grundlage für den betrieblichen Ausbildungsplan, den die Ausbildenden für ihre Auszubildenden erstellen müssen und den sie gemeinsam mit dem Ausbildungsvertrag bei der zuständigen Stelle abgeben.

Was die Ausbildungsordnung an Lerninhalten verlangt, ist das Minimum. Im eigenen Interesse kann der Betrieb den Auszubildenden mehr beibringen, beispielsweise betriebsspezifisches Wissen oder spezielle Fertigkeiten. Zusätzlich darf das ausbildende Unternehmen seinen Plan während der Ausbildung aus betrieblichen Gründen ändern, denn nicht immer kann man für drei Jahre im Voraus planen.

Quelle: BMBF