Ausbildungsvertrag

Bevor eine Ausbildung beginnt, schließen die Ausbildenden und die künftigen Auszubildenden einen Vertrag. Dieser betriebliche Ausbildungsvertrag in Deutschland ist ein Zeitvertrag. Wenn die Lehre endet, endet auch der Ausbildungsvertrag.

Im Vertrag steht:

     •      die genaue Bezeichnung des Ausbildungsberufes

     •      Name und Anschrift des Betriebes, der Auszubildenden oder des Auszubildenden und der Name der Ausbilderin bzw. des Ausbilders

     •      der Ausbildungsbeginn

     •      die Ausbildungsdauer

     •      wie viele Stunden die Auszubildende oder der Auszubildende regelmäßig arbeitet

     •      Dauer der Probezeit

     •      wie viel Urlaub der Auszubildenden oder dem Auszubildenden zusteht

     •      die Ausbildungsvergütung, das heißt, wie viel die Auszubildende oder der Auszubildende monatlich verdient

Die Höhe der Vergütung in Deutschland muss angemessen sein. Richtwert ist in erster Linie die für den Beruf und für die Region gültige tarifliche Vereinbarung. Bei den Ausbildungsberatern der Kammern gibt es hierzu häufig sogenannte Tariflisten. Im Übrigen können die Arbeitgeberverbände und Fachgewerkschaften Auskunft über die Tarifvereinbarungen geben. Die Ausbildungsvergütung muss für jedes neue Ausbildungsjahr erhöht werden.

Zusätzlich zum Ausbildungsvertrag müssen die Ausbildenden einen betrieblichen Ausbildungsplan erstellen. Darin ist verzeichnet, was die Auszubildenden in welchem Zeitraum lernen sollen. Dadurch können Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber sowie Ausbilderinnen und Ausbilder planen, welche Lernschritte sie zu welchem Zeitpunkt in den betrieblichen Arbeitsablauf einbauen können.

Zusammen mit dem Ausbildungsvertrag gibt der Betrieb den Ausbildungsplan bei der zuständigen Stelle ab, meistens bei der Industrie- und Handelskammer oder bei der Handwerkskammer. Denn die zuständige Stelle betreut die Ausbildung und stellt sicher, dass die Bedingungen erfüllt werden. Außerdem führt sie die Prüfungen durch.

Quelle: BMBF