Ausbildungszeit und Urlaub

In Deutschland dauert eine Berufsausbildung im dualen System zwei, drei oder dreieinhalb Jahre. Die Dauer der jeweiligen Ausbildung ist in der betreffenden Ausbildungsordnung festgelegt.

Jede Ausbildung beginnt mit einer Probezeit, die mindestens einen Monat und höchstens vier Monate lang ist. In dieser Zeit sollen die Verantwortlichen im Betrieb genau prüfen, ob die Auszubildende oder der Auszubildende in den Betrieb passt. Und auch die Auszubildenden sollen noch einmal gut überlegen, ob sie sich richtig entschieden haben. Nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus schwerwiegenden Gründen kündigen.

Wenn die Auszubildenden besonders gute Leistungen im Betrieb und in der Berufsschule zeigen, können sie von der Kammer vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen und damit ihre Ausbildungszeit verkürzen. Vorweg müssen hierzu der Betrieb und die Berufsschule eine Stellungnahme abgeben.

Es gibt auch den umgekehrten Fall, dass ein Ausbildungsverhältnis verlängert wird – beispielsweise wenn die Auszubildende oder der Auszubildende sehr oft krank war oder wenn sie bzw. er die Abschlussprüfung nicht bestanden hat. Falls die Auszubildenden die Abschlussprüfung wiederholen müssen, können sie das bei der zuständigen Stelle beantragen. Die Ausbildung läuft dann bis zum nächsten Prüfungstermin weiter, längstens ist sie ein Jahr vom Betrieb weiterzuführen.

Für Jugendliche beträgt der Jahresurlaub nach Lebensalter gestaffelt mindestens 25 bis 30 Werktage, für Erwachsene mindestens 24 Werktage. Während des Urlaubs dürfen Auszubildende keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten.

Quelle: BMBF